Antragstellung

Der erste Ansprechpartner ist in aller Regel der Hausarzt, weil er die Notwendigkeit für eine Leistung zur medizinischen Rehabilitation feststellen kann. Aber auch Werks-/Betriebsärzte und Fachärzte wie Neurologen, Psychiater oder Internisten können den medizinischen Befundbericht erstellen. Die benötigten Antragsformulare können bei allen Krankenkassen angefordert und zusammen mit dem Befundbericht beim voraussichtlich zuständigen Kostenträger eingereicht werden. Abhängig von Erwerbsstatus und Versicherungszuständigkeit kommen verschiedene Kostenträger in Frage.

Die Deutsche Rentenversicherung ist für die Bearbeitung des Antrags zuständig, wenn der potentielle Rehabilitand rentenversicherungspflichtig und seine Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet ist. Wenn die vorliegenden Beschwerden Folge eines Arbeits- oder Verkehrsunfalls sind, kommt möglicherweise eine Unfallversicherung als Kostenträger in Frage. Bei der Beihilfestelle kann eine Kostenübernahme beantragt werden, sofern es sich bei dem Betroffenen um einen Beamten oder einem seiner Familienmitglieder handelt. Als Wehr- oder Zivildienstleistender ist die Kriegsopferfürsorge/Kriegsopferversorgung zuständig. Wenn kein anderer Kostenträger zuständig ist, kann ein Rehabilitationsantrag an die Krankenkasse gerichtet werden (z. B. bei Rentnern oder Hausfrauen). Fragen zur Zuständigkeit und zum Antragsverfahren können von den Auskunfts- und Beratungsstellen der Rentenversicherungsträger, den Krankenkassen, dem Amt für soziale Angelegenheiten und von diversen Beratungsstellen im Heimatort beantwortet werden.

Ob eine Leistung zur medizinischen Rehabilitation bewilligt wird, hängt auch von der Begründung des behandelnden Arztes ab. Wichtig ist, dass eine geminderte bzw. gefährdete Leistungsfähigkeit vorliegt, die durch die Rehabilitation wiederhergestellt und die Erwerbsfähigkeit damit gesichert wird. Bei einer Wiederholung der Rehabilitation sollte geprüft werden, ob die letzte Maßnahme zu einer guten psychophysischen Stabilisierung geführt hat. In jedem Fall sollte auch die Behandlungsmotivation des Rehabilitanden eingeschätzt werden, die für oder gegen einen Therapieerfolg sprechen könnte. Lang andauernde Arbeitsunfähigkeit, die zu erwartende Chronifizierung des Beschwerdebildes und ausgeschöpfte Therapiemöglichkeiten am Heimatort sollten bei Vorliegen in der Antragstellung benannt werden.

Wenn Sie in unserer Klinik behandelt werden möchten, können Sie dies Ihrem Kostenträger mitteilen. Dieser ist nach den Vorgaben des Sozialgesetzbuches IX gehalten, diesen Wunsch, so weit möglich, zu berücksichtigen.

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Deutsche Rentenversicherung Schwaben - Klinik Buching