Behandlung von chronischen Psychosen

Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis werden in unserer Klinik nur nach einem ambulanten Vorgespräch zur Abklärung einer ausreichenden Belastbarkeit verhaltenstherapeutisch behandelt. Zugrunde liegen dabei die Konzepte von Brenner, Bäuml und Behrendt.

Nicht behandelt werden bei uns:

  • akute Phasen der Erkrankung
  • stark ausgeprägte chronische Verläufe
  • Fälle, bei denen akute Selbst- oder Fremdgefährdung vorliegt
  • Noncomplience bezüglich der medikamentösen Behandlung 

Aufgrund unserer störungsübergreifenden zieloffenen Gruppenarbeit sollte der Patient bereits über eine gewisse psychische Stabilität verfügen, die es ihm ermöglicht, an der Gruppe teilzunehmen.

Unsere Behandlungsziele direkt nach akuter Erkrankungsphase können wie folgt zusammengefasst werden:

  • Analyse der Faktoren, die der akuten Erkrankung vorausgingen
  • Klärung der krankheitsverstärkenden Faktoren
  • Entwicklung bzw. Verbesserung individueller Bewältigungsstrategien
  • Behebung subjektiv empfundener Defizite
  • Sicherung der Mitarbeit bei der medikamentösen Therapie
  • Früherkennung evtl. drohender Rückfälle
  • Stabilisierung 

In einem weiteren Schritt leiten wir die Stabilisierungsphase ein. Hier sind uns folgende Therapieinhalte wichtig:

  • Früherkennung von Symptomen, die den evtl. auftretenden Rückfällen vorausgehen
  • Soziale (Re-)Integration
  • Sicherung des Therapieerfolges
  • Verbesserung der Lebensqualität


Die Behandlungsdauer umfasst einen Zeitraum von durchschnittlich fünf bis sechs Wochen. Oftmals ist es sinnvoll, eine Wiederholung des Rehaverfahrens durchzuführen, und zu Hause sollte eine ambulante Therapie den stationären Erfolg sichern. 

Im Behandlungsmittelpunkt stehen:

  • Informationsvermittlung
  • symptomorientierte Behandlung
  • Sensibilisierung für Frühwarnzeichen
  • Training sozialer Fertigkeiten

Dazu bedienen wir uns nach ausführlicher Anamnese mit Differenzialdiagnostik, Zielvereinbarungen und Therapieplanung, in der Regel folgender Therapieelemente:

  • Störungsübergreifende und zieloffene verhaltenstherapeutische Gruppentherapie
  • Einzeltherapie
  • Angehörigengespräche (bei Bedarf)
  • medikamentöse Therapie,
  • Bewegungstherapie
  • Entspannungstherapie
  • Kunst- und Tanztherapie
  • Co-Therapie

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